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20.12.13 BiLGUS nimmt an der Fluglärmkommission zu ersten Mal Teil

Bericht hier lesen: Link

06.05.14 Erste Sitzung der Fluglärmkommission 2014

Nach der ersten Veröffentlichungen des Sommerfllugprogramms wurde dieses noch einmal im Rahmen der Fluglärmkommission erläutert. Doch zunächst ein paar allgemeine Informationen:

Die Umzug ist abgeschlossen und die Zahl der geplanten Menschen und Maschinen erreicht. Ein Ausweitung ist nicht geplant. Die Zahl der Starts soll auf dem Niveau von 2012 und 2013 bleiben, also ca 10000. Major Greuel bilanziert die Entwicklung anhand der Aufzeichnungen der Flugbewegungen. Eine Flugbewegung wurde als abweichend festgestellt!

Die Zahl der Beschwerden ist ebenfalls auf dem gleichen Niveau wie in den Vorjahren: 1. Nordrunde weiter reduziert 2. Südlicher Korridor Richtung Hochheim reduziert 3. Rückgang der Nachtflugaktivitäten 4. Weniger Beschwerdeführer. Seine Schlussfolgerung: die Regeln werden eingehalten

Das Sommerflugprogramm soll nicht ausgeweitet werden, sondern durch Verlagerung nach Lampertheim und Büchel reduziert werden, so es möglich ist. Näheres zum Sommerflugprogramm unter Link und Pressemitteilung der Stadt: Link

08.10.14 Zweite Tagung der Fluglärmkommission 2014

Zum zweiten Mal in diesem Jahr tagte die Fluglärmkommission. Das wichtigste Thema war sicher die Bilanz des Sommerflugprogramms. Sowohl die Verantwortlichen des Standortes, als auch die Flugsicherung der Bundeswehr stellten die Ergebnisse detailliert dar.

Erfreulicherweise bestätigte die Bilanz die Aussagen von Anwohnern zur Situation im Sommer. Obwohl ungefähr die gleiche Zahl von Flugbewegungen stattfanden, konnte die Lärmbeeinträchtigung durch konkrete Massnahmen deutlich gesenkt werden. So wurden in der Planung der Einsätze die Übungen zusammengefasst und dadurch die Zahl der Flugnächte nach 24 Uhr von 14 im Jahr 2013 auf 7 in 2014 reduziert. Eine signifikante Zahl von Flugbewegungen wurden auf Flugplätze außerhalb verlegt, was auch die gleichbleibende Zahl der Flugbewegungen und Abnahme der Lärmzeiten vor Ort erklärt. Dieser Effekt schlug sich unmittelbar in der gesunkenen Zahl der Beschwerden nieder.

Darüber hinaus konnte in direkten Kontakten mit der Bürhgerinitiative erarbeitet werden, dass, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Flugsicherung in Frankfurt, die nördliche Übungsrunde um Breckenheim so verändert werden soll, dass deutlich größere Abstände zur Besiedlung entstehen.

Es wurde bestätiugt, dass seit dem gemeinsamen Gespräch zwischen BI und Flughafenleitung im Frühjahr die Piloten über die Situation beim Überflug von InfraServ regelhaft informiert werden. Die BI konnte im Rahmen der Fluglärmkommission eine Einladung der Geschäftsführung von InfraServ aussprechen, die der Leitung der Airbase die Gelegenheit geben soll sich ein persönliches und konkretes Bild des wichtigen Industriestandortes zu machen.

Die Fragen der anwesenden Ortbeiratsvorsitzenden aller Anrainergemeinden, sowie von Hochheim und Hofheim wurden offen beantwortet und die Nachfrage nach der Veröffentlichung der Vortagsfolien wurde erstmals mit "Yes" beantwortet. Dies unterstreicht die von der neuen Leitung Col. Martin mehrfach betonte neue Linie der Transparenz.

Insgesamt können wir feststellen, dass mittlerweile die Kommunikation und gemeinsame Erörterung Früchte trägt. Die Anliegen der Anwohner werden ernst genommen, so dass Hoffnung besteht, auch den Regelbetrieb für uns positiver zu gestalten und z.B. passive Lärmschutzmassnahmen vorangetrieben werden und die Betriebszeiten mehr in die Tagesmitte verlegt werden. Presse dazu:Link und Link

18.11.15 Zweite Tagung der Fluglärmkommission für 2015

Zum zweiten Mal tagte die Fluglärmkommission im Jahr 2015. Anwesend waren die Ortsbeiratsvorsitzenden der Anrainergemeinden, bzw. deren Vertreter, Vertreter der Stadt, des Umweltausschusses, der Landesregierung, der Bezirksregierung, der Bunderswehr und natürlich der Vertreter der US-Armee, dh. Standortleitung, Flughafenleitung, Kommandeur der Truppen und Oberkommando.

Hier die kurze Zusammenfassung: es wurde berichtet, dass sich einige Veränderungen ergeben haben. Durch Truppenabzug und Veränderung der Prozesse auf dem Flugfeld wurde eine weitere Reduktion der Flugdichte und der Lärmemmission erzielt. Die Zahl der Beschwerden ist weiter rückläufig, wobei sich mittlerweile der Hauptteil auf den Bodenlärm bezieht. Der Vetreter der Bundeswehr betonte, dass jede Beschwerde berechtigt sei, doch zwischen Lärmereignis und Verstoss gegen die flugrechtllichen Regelungen zu unterscheiden ist. So ergaben die Untersuchungen nur einen Verstoß im Jahr 2015 bisher. Die Leitung des Flughafens versucht auch hier zu reagieren, indem sie die Wartungsarbeiten auf dem Flugfeld nach Süden verlagert. Das Sommerflugprogramm bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres.

Die nördliche Übungsroute um Nordenstadt, Breckenheim, Igstadt und an Bierstadt vorbei, soll ab Mitte Dezember im Bereich Breckenheim ca. 1,5 km nach Osten und Norden verlagert werden, damit die nord-östlichen Bereiche entlastet werden. Der Prozess der Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden dauerte 1,5 Jahre!

Über die Begegnung zwischen den Vertretern von INFRA-Serv und der Leitung des Flughafens wurde leider nichts berichtet.

Der Vertreter der Bürgerinitiative konnte die oben genannten Entwicklungen der Beschwerdezahen bestätigen, wies jedoch darauf hin, dass für die Bürger Veränderungen und Reaktionen oft nicht erkennbar seien, sodass häufig in Gesprächen Frustration geäußert wird und die Frage gestellt wird, ob das überhaupt etwas bringe. In Richtung der beteiligten Vertreter der Politik wurde deutlich gemacht, dass viele der Veränderungen auf Anregung von Mitgliedern der Bürgerinitiative vorgenommen wurden.

Abschließend wurden den Mitglieder der Kommission, nach erneuter Kritik am Lärmgutachten zum Flughafen Erbenheim, Originalaufnahmen von Bodenlärm und Hubschrauberlärm zu Gehör gebracht. Die Aufnahmen, die in Igstadt mit einem Abstand von fast vier Kilometern gemaht wurden, lösten besonders bei den amerikanischen Verantwortlichen Erstaunen aus. Wir hoffen, dass diese Dokumente der Verlärmung der Umgebung die Verantwortlichen weiter motivieren an der Lärmreduktion zu arbeiten. Hier das vollständige Protokoll: Link

13.04.16 Die erste Tagung der Fluglärmkommission für 2016

Aufgrund eines Fehlers der Stadtverwaltung, der von dort bedauert wurde, wurden wir diesmal nicht rechtzeitig über den Termin informiert und erfuhren über einen Nachfrage der amerikanischen Verwaltung davon. Leider war es in der Kürze der Zeit nicht möglich die Teilnahme einzurichten. Dafür wurden uns zum ersten Mal die Präsentationen zur Verfügung gestellt, sodass wir hier die wesentlichen Informationen weitergeben können.

Wie immer wurden zunächst die aktuellen Zahlen zum Flugbetrieb präsentiert:

Die Zahl der stationierten Fluggeräte ist auch in 2016 gleich geblieben: bei 40 möglichen Fluggeräten sind 19 aktuell stationiert (9 Starrflügler, 10 Hubschrauber). Die Anzahl der Flugbewegungen hat sich im monatlichen Durchschnitt in den letzten Jahren stetig gesenkt von 823 in 2013 auf aktuell 452 in 2016. Die neue große nördliche Runde um Breckenheim ist eingeführt. Lizenzerhaltungsflüge werden auf den Dienstag konzentriert. Es soll weiter auf andere Flugplätze zu Trainingsflügen ausgewichen werden. Triebwerkstests werden am westlichen Rand ausgeführt, um Nordenstadt zu schonen.

Die Zahl der Beschwerden ist weiter rückläufig: 2014 = 579 und 2015 = 351. Die Zahl der Beschwerdeführer hat sich auch reduziert und einige wenige Mitbürger beschweren sich sehr häufig.

Der Bericht der Bundeswehr als Aufsichtsbehörde zeigt eine weitere leichte Abnahme der Flugbewegungen und einen Rückgang der Nachtflugaktivitäten. Die Auswertungen der Beschwerden ergaben keine Verletzung der Flugbetriebsregeln für die Flugplatz.

Hier noch einmal genehmigten Regelungen zum Sommer-Nachtflugprogramm 2016

● Flüge gestattet bis 01.30 Uhr im Mai und August

● Flüge gestattet bis 02.00 Uhr im Juni und Juli

● Flüge nach 24 Uhr nur zwei Mal pro Woche gestattet

● Keine Übungsanflüge oder Platzrunden nach 24 Uhr

Anflüge auf den Flugplatz nach 24 Uhr nur zum Landen und Einparken – keine Übungsanflüge

● Für jede Nacht mit einem Flug nach Mitternacht muss ein Ausgleichsabend gewährt werden

● Ausgleichsabende können nicht auf ein Wochenende oder dt. Feiertag fallen

● An einem Ausgleichstag muss der Flugbetrieb bis 19 Uhr Mo-Do und 15 Uhr Fr eingestellt werden.

● Flugnächte und Ausgleichstage müssen bis Ende des Sommer- Nachtflugprogramms (31. August) ausgeglichen sein.

26.10.16 Die zweite Tagung der Fluglärmkommission für 2016

Am Anfang stand die Rede des Vertreters von BiLGUS, in der die postive Entwicklung bestätigt wurde. Bei BiLGUS wurden ca. 100 Beschwerden registriert, was ein massiver Rückgang ist. Es wurde vor allem darauf hingewiesen, dass zwar Flüge in den Hunsrück verlagert wurden doch damit entlang des Rheins eine erhöhte Belastung entsteht. Es wurde gebeten zu prüfen, in wieweit darüber hinaus Flüge in dieses Gebiet nötig sind, da hier sowohl Flugzeuge aus Frankfurt, als auch Mainz-Finten fliegen. Die Anregung nach einem erneuten direkten Kontakt zwischen Mitgliedern der BI und der Leitung des Flughafens wurde wohlwollend aufgenommen.

Der Leiter der Hubschrauberstaffel berichtete über das Sommerflugprogramm. Für zwölf Landungen nach 24 Uhr gab es 18 Ausgleichstage. Die Nachflüge wurde auf die Dienstagnacht konzentriert, um die restlichen Tage der Woche zu entlasten. Die Hubschrauberstaffeln sind weiter bemüht die Einsatzzeiten zu konzentrieren und die Zahl der belastenden Ereignisse zu reduzieren. Der Leiter der Versammlung Colonel T. Fish ergänzte, dass die Auslastung des Standorts zur Zeit stabil ist. Diese Situation könne sich bei einer Veränderung der Bedrohungslage und entsprechender NATO-Beschlüsse ändern.

Danach wurden die aktuellen Zahlen zum Flugbetrieb präsentiert:

Die Zahl der stationierten Fluggeräte ist leicht verändert: bei 40 möglichen Fluggeräten sind 18 aktuell stationiert (8 Starrflügler, 10 Hubschrauber). Die Anzahl der Flugbewegungen hat sich im monatlichen Durchschnitt in den letzten Jahren stetig gesenkt von 823 in 2013 auf aktuell 494 in 2016.

Die neue große nördliche Runde um Breckenheim hat sich bewährt und ist auch für die Piloten von Vorteil. Lizenzerhaltungsflüge werden auf den Dienstagkonzentriert. Die Leitung des Flughafens bemüht sich Wartungsarbeiten und Flüge auf die Tage Montag und Dienstag und nur in Ausnahmefällen mittwochs zu konzentrieren.

Nachdem auch bei diesem Termin die Fluglärmstudie der Stadt Wiesbaden erwähnt wurde, widersprach der Vertrter der BI sehr deutlich und wies noch mal auf die Fragwürdigkeit der Interpretation der Messergebnisse hin (Messung bei Nord-Nordostwind). Frau Döll vom Umweltamt wies auf die ungünstige geographische Situation hin. Aufgrund der ansteigenden Topographie Richtung Nordenstadt sei eine effektive Schalldämmung nur schwer durchzuführen. Colonel Fish erläuterte in diesem Zusammenhang, dass die Standortleitung plant in den nächsten 3-5 Jahren den örtlichen Rand des Fluggeländes zu entwickeln. Dort sollen drei- bis fünf-stöckige Gebäude entstehen, die zu mindestens auf den Bodenschall in Richtung Nordenstadt wirken sollen. Geplant ist, dass die US-Armee hierfür eigene Gutachten in Auftrag gibt.

Der Vertreter der Luftraumüberwachung der Bundeswehr schilderte die Auswertung der Radardaten, die einen weiteren Rückgang der Flugdichte über dem Flugplatz zeigt. Eine Beschwerde aus Breckenheim dokumentierte ein Fehlverhalten des Piloten, was eine Aufarbeitung seitens der Flughafenleitung zur Folge hatte. Der Rest des Flugbetriebes wurde im Rahmen der allgemeinen und lokalen Bestimmungen durchgeführt.

Also insgesamt eine positive Bilanz, auf die wir auch als BI mit unseren Beiträgen und Initiativenn stolz sein können. Dennoch werden wir auch in Zukunft aufmerksam sein und in den Gesprächen mit den amerikanischen Verantwortlichen und der Stadt weitere Verbesserungen für alle Anwohner initiieren.

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